SINFONIMA-Versicherte stellen sich vor, Teil V: Sabine Krause-Holzer

Foto & Bildrechte: Sabine Krause-Holzer

Sabine Krause-Holzer fiel wegen eines Unfalls, bei dem sie einen komplizierten Bruch erlitt, einige Monate in ihrem Beruf als selbständige Querflötenlehrerin aus. Welche Konsequenzen dies für sie hatte und weshalb sie dankbar für ihre SINFONIMA-Versicherung ist, erzählte sie unserem Team während der Musikmesse 2015 am SINFONIMA-Messestand.

Eine Unfallversicherung = Ein Obolus für den Himmel?

Der 29.01.2006 war für Sabine Krause-Holzer eigentlich ein schöner Tag. Sie verbrachte schlittschuhlaufend ihre Zeit auf dem Eis, bis eine falsche Bewegung sie zum Stürzen brachte.
Dabei brach sie sich das linke Handgelenk, wie man in der Alltagssprache formuliert. Die genaue Diagnose des Arztes lautete etwas komplizierter: „Distale Radiusfraktur mit Achsabweichung“. Übersetzt bedeutet das, sie brach sich die Speiche, was zu einer Fehlstellung führte, die ihr gesamtes Handgelenk um 1cm nach außen verschob.
Mit einer Verletzung dieser Art ist nicht zu spaßen. Als selbständige Musikpädagogin hat dies Konsequenzen, die von einem auf den anderen Tag das gesamte Berufsleben umkrempeln.

Frau Krause-Holzer war bis zum Tag des Unfalls selbständige Querflötenlehrerin für 45 Kinder. So viele Schüler brauchte es, um die regelmäßig anfallenden Lebenshaltungskosten zu decken. Durch die Verletzung war für mehrere Monate nicht an Arbeitsfähigkeit und damit an eigene Unterrichtstätigkeit zu denken. Für sie fiel somit unverhofft plötzlich die eigene Einnahmequelle aus. Wer bezahlt jedoch die laufenden Kosten? Eine Vertretung, Lebensmittel, die Wohnungsmiete...? Wer die Mietpreise in München kennt, weiß, dass diese entsprechend hoch sind. Dies gilt vor allem für große Wohnungen, in denen sich gleichzeitig auch die Unterrichtsräume für die Musikschüler befinden, so wie in Frau Krause-Holzers Fall. Dafür muss ein selbständiger Musiker selbst sorgen, denn die KSK springt in solch einem Fall nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften ein, die sich am Nettoeinkommen des Versicherten orientieren. Verständlich, dass sich hieraus große finanzielle Sorgen entwickeln können.

Noch im Krankenhaus rief Frau Krause-Holzer Ihren SINFONIMA-Versicherungsvermittler an, der ihr sofort die Ängste nehmen konnte: „Sie sind 100% geschädigt und haben eine Unfallversicherung mit einer hohen Versicherungssumme abgeschlossen. Somit steht Ihnen auf jeden Fall sofort eine größere Entschädigungssumme zu,“ beruhigte sie ihr Ansprechpartner von SINFONIMA. Durch die Zusicherung des Geldes konnte sie sich noch am selben Tag um eine Vertretung für die Ausfallzeit kümmern. Der Unterricht konnte somit weiterlaufen und die Vertretung sowie die Lebenshaltungskosten bezahlt werden. Ein Stein fiel ihr vom Herzen.

Als sie nach wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen wurde, erlebte sie eine weitere positive Überraschung: Auf ihrem Konto waren bereits das Krankentagegeld, sowie das Genesungsgeld der Versicherung eingezahlt. "Das war wirklich großartig und ließ mich stark sein", erzählt Frau Krause-Holzer. Besonders, weil der Arzt sie für mindestens 3 Monate als arbeitsunfähig einstufte. Zusätzlich teilte er ihr mit, das das Querflötenspiel wohl lebenslang unmöglich bleiben würde, da die typische Drehung des Handgelenks zum Halten der Flöte nicht mehr möglich war. Ein schwerer Schlag! Schnell war klar, dass sich die Berufsinhalte ändern mussten. Sie brauchte eine neue Perspektive, um langfristig wieder Geld verdienen zu können.

Die erste Idee, die Frau Krause-Holzer nach 5 Monaten umsetzte, war der Kauf eines Klaviers. Da die rechte Hand unverletzt war, konnte sie mit dieser sowohl Vorspielen, als auch Akkorde greifen und nach der Genesungszeit ihre Querflötenschüler begleiten. Trotzdem war zu dieser Zeit noch immer eine Flötisten-Vertretung nötig, die den Kindern mit Hilfe der "Papageienmethode" (=Vormachen, Nachmachen) zeigen konnte, wie die Querflöte richtig gehalten und die Töne gegriffen werden müssen. Kinder brauchen, anders als Erwachsene, mehr Anleitung, Führung und Demonstration während des Musikunterrichts und lernen durch Nachahmung. Durch Frau Krause-Holzers Präsenz beim begleitenden Klavierspiel, blieb sie mit ihren Schülern in Kontakt und behielt dadurch alle als Schüler. Zusätzlich konnte sie in der Kammermusik Fuß fassen und somit wieder Geld verdienen.

So verging letztendlich 1 Jahr. Die Beweglichkeit des Handgelenks verbesserte sich, jedoch manifestierte sich eine Einschränkung in der Beweglichkeit, so dass ihr nach dieser Zeit durch den Arzt eine 10%ige Behinderung attestiert wurde. Erneut erhielt sie hierfür von SINFONIMA eine Entschädigung, mit der sie ihren 2. Plan entwickeln konnte: Anders als beim Halten der Querflöte, wobei das Handgelenk gedreht werden muss, ermöglicht das Spiel auf der Klarinette eine recht entspannte, schmerzfreie Haltung. Einzig die Töne e und fis waren für sie – durch die Bewegungseinschränkung– zunächst nicht spielbar. Sie kaufte also eine Klarinette, nahm fünf Jahre lang Unterricht und schulte in dieser Zeit auf Klarinette um, um auch aktiv als Pädagogin in diesem Bereich tätig sein zu können.

Heute, bald zehn Jahre nach dem Unfall, bemerkt sie nach 2 Stunden konstantem Flötespiel eine Schwäche in Handgelenk und Fingern, fühlt sich darüber hinaus jedoch wohl. "Ich bin dankbar dafür, bei Antritt meines Berufs eine Unfallversicherung abgeschlossen zu haben. Auch wenn mein Vater zeitlebens die Versicherungsbeiträge als 'Obolus an den Himmel bezeichnete'. Ich hielt es damals für wichtig, abgesichert zu sein, für den Fall der Fälle, zumal ich ein Kind hatte, das auch versorgt werden musste. Ich bin sehr dankbar dafür, dass mein Unterricht durch die schnelle Bezahlung der Versicherung weiterlaufen konnte und ich dadurch im Stande war, meine Vertretung zu bezahlen. Durch die hohe Versicherungssumme und das ausgezahlte Geld war es mir möglich, Alternativen innerhalb meines Berufes zu entwickeln und zu finanzieren. Vielen Dank!"

Das SINFONIMA-Team freut sich über dieses Lob und bemüht sich, in allen Schadenfällen eine unkomplizierte und schnelle Regulierung zu gewährleisten. Frau Krause-Holzer, herzlichen Dank, dass Sie mit einer Veröffentlichung einverstanden waren. Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute!

PS: Informationen zur Unfallversicherung für Musiker und verwandte Berufsgruppen finden Sie hier.