SINFONIMA Versicherte stellen sich vor, Teil I: Das Violinen-Duo ''The Twiolins''

Bildrechte: © Manuel Moniakis

Gerade Berufsmusiker sind auf ihr funktionierendes Instrument angewiesen. Ein Schaden oder gar Diebstahl hat unter Umständen enorme negative Auswirkungen auf den beruflichen Alltag und den Erfolg. Für alle Fälle muss es also gut versichert sein. Wir stellen ab sofort Musiker vor, die sich auf SINFONIMA verlassen und starten die neue Reihe mit den Geschwistern Marie-Luise und Christoph Dingler, dem Violinduo ''The Twiolins'' aus Mannheim.


Verraten Sie uns, was Sie bewegt hat, ein Instrument zu erlernen?
Bei uns gehört es zur Familientradition, ein Instrument zu lernen. Nach dem Abitur hatten wir verschiedenes überlegt, sind letztendlich aber unserer Bestimmung gefolgt und haben beide Violine an der Musikhochschule Mannheim studiert. Mit Frau Prof. Bratchkova hatten wir eine tolle Lehrerin, die uns half, unser Talent voll zu entfalten und die genug Freiraum für eigene Ideen ließ.

Wie sah Ihre musikalische Ausbildung aus?

Wir haben beide an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst studiert und mit dem Diplom Künstlerische und Solistische Ausbildung abgeschlossen.

Teilen Sie den schönsten/ größten/ erfolgreichsten Moment Ihrer bisherigen Karriere mit uns?
Als wir den Crossover Composition Awards 2009 zum allerersten Mal ausschrieben, erreichten uns bis zum Einsendeschluss über 100 Kompositionen aus der ganzen Welt – also hatten tatsächlich 100 Komponisten unseren Aufruf begeistert aufgenommen und uns ihre Musik geschickt - das war ein Wahnsinnsgefühl. In diesem Moment erst hatten wir realisiert, dass wir aus eigener Kraft einen internationalen Kompositionswettbewerb ins Leben gerufen hatten, komplett mit Sponsoring, Organisation, internationaler Jury und allem Drumherum. Das Ganze wurde noch gesteigert durch die große Resonanz des Publikums, das bei dem Finale im Reiss-Engelhorn-Museum anwesend war, über die Preisvergabe abstimmte und unsere Begeisterung für diese neue Musik teilte.

Bei welcher/m Künstler/in standen Sie das letzte Mal VOR der Bühne?
Igudesman&Joo – ihr Humor und ihr großes künstlerisches Können setzt einfach Standards für alle Musik-Shows dieser Welt. ( Übrigens: Aleksey Igudesman ist auch Jury Mitglied des nächsten Crossover Composition Awards und sein Film „Noseland“ bringen wir im Dezember in das Mannheimer Kino Atlantis).

Nils Frahm – sein Konzert im Rahmen des Jetztmusikfestivals dieses Frühjahr war einfach überwältigend!

Welche/r Künstler/in begeistert Sie derzeit besonders? Vielleicht haben Sie einen echten Geheimtipp?
Spark – die klassische Band – ihre letzte CD „Folktunes“ lief in unseren CD-Playern heiß und wir sind schon gespannt auf die neue CD. Dieses Jahr haben wir sogar ein gemeinsames Konzert mit ihnen gegeben (Anm. d. Red. SINFONIMA war beim Konzert dabei! Hier der Konzertbericht)

Was ist Ihr größter Instrumenten-Schatz?
Unsere beiden Geigen sind sozusagen auch Geschwister – vom selben Geigenbauer gebaut (Martin Schleske, München), aber mit Altersabstand von 2 Jahren, nicht wie wir mit nur einem Jahr. Wir haben sogar die Bögen vom selben Bogenmacher.

Welches ist beim Musizieren Ihr liebster Ort: Die Bühne, der Proberaum, das Studio oder ___________?
Die Bühne !!!

Was ist Ihre größte Inspirationsquelle?
Wir schöpfen viel Kraft und Energie aus Tätigkeiten, die nicht unbedingt etwas mit dem Musikmachen zu tun haben – das können endlose Bastelarbeiten im Keller oder das spontane Umsetzen eines Filmprojekts sein, Sport machen oder ausführlich kochen – durch die Abwechslung verbinden wir uns wieder mit unserem kreativen Zentrum und können mit neuer Energie loslegen.

Eher verzichten im Musik-Alltag könnten Sie auf:
Das klingt jetzt vielleicht etwas philosophisch, aber gerade die Dinge, die uns anfangs schwierig oder nervig erschienen, brachten uns am meisten voran. Man entwickelt bei Überwindung von Blockaden die größte Kraft.

Was sind Ihre aktuellen Projekte/ Betätigungsfelder?
Langfristig: Die Vorbereitungen für den dritten Crossover Composition Award 2015 haben seit einigen Monaten begonnen – wir stehen in Kontakt mit den Sponsoren und freuen uns über eine neue Welle der Unterstützung: Das Spiegel Institut Mannheim z.B. fördert den
1. Preis diesmal mit 5000€ und unterstützt uns auch in PR Maßnahmen, der Förderverein hat viele neue Mitglieder bekommen und noch einiges mehr. Wir freuen uns einfach, diesmal noch warmherziger mit unserem Vorhaben angenommen zu werden.

Kurzfristig: In Zusammenarbeit mit dem Kino „Atlantis“ in Mannheim zweigen wir am 13.12. den Film „Noseland“ von Aleksey Igudesman – eine humorvolle Ode an die Welt der klassischen Musik und einiger ihrer Starmusiker. Dieser Film würde sonst nicht in Mannheim gezeigt werden.

Das SINFONIMA-Team dankt Ihnen ganz herzlich für Ihre Offenheit und wünscht Ihnen weiterhin ganz viel Erfolg mit Ihrer Musik, natürlich ohne Instrumentenschäden!