Rückblick Deutscher Orchestertag 2015: Erstmals mit SINFONIMA Akademie

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Fotos: © Airin Kircheis

Der erste Tag des DOT 2015 stand zum ersten Mal im Zeichen der SINFONIMA Akademie. Einen ganzen Tag lang konnten sich Orchestermanager und Co. über ihre Erfahrungen austauschen. Mitarbeiter der Mannheimer Versicherung AG leiteten durch den Tag. 

Neue Konzertsäle sind Zukunftsversicherung für die deutschen Orchester

Qualität als Managementaufgabe: Mit diesem Thema beschäftigte sich der Deutsche Orchestertag 2015 in diesem Jahr am 1. und 2. November im Berliner Umweltforum.

Die aktuellen Neubauprojekte von Konzertsälen (München, Hamburg, London, Bonn) gaben den Anlass, sich mit der musikalischen, architektonischen und urbanen Qualität und Bedeutung neuer Säle zu beschäftigen. Dies stand im Mittelpunkt des zentralen Treffens der Geschäftsführer, Direktoren und Intendanten des deutschsprachigen Raums, das in diesem Jahr zum dreizehnten Mal stattfand. Einig war man sich darüber, dass das Publikum zunehmend qualitätsbewusst ist und gute Musik in guter Akustik und in angenehmem Ambiente erwartet. "Insofern sind Investitionen in gute neue Säle auch Investitionen in die Zukunftssicherung der Orchester", unterstrich Anselm Rose, geschäftsführender Gesellschafter des Deutschen Orchestertags, am Beispiel der Dresdner Philharmonie, die ab 2017 in einem neuen, erstklassigen Saal spielen wird, den er in seiner frühen Funktion als Intendant auf den Weg gebracht hat. Als Vorzeigeprojekt gilt auch Bochum, worüber Marina Grochowski, Orchesterdirektorin der Bochumer Philharmoniker sprach. Beat Fehlmann, Intendant der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, stellte die aktuelle Notwendigkeit eines neuen Saales heraus, da eine der Leistung seines Orchesters entsprechende akustische Qualität im Konzil, der Spielstätte des Orchesters, nicht gegeben sei.



Prof. Jörg Friedrich, Architekt des Achitektenbüros pfp Architekten bda aus Hamburg, der u. a. für das Kulturkraftwerk Mitte in Dresden und das Opernhaus Erfurt verantwortlich ist, erklärte Kulturbauten zum Motor der Stadtentwicklung. Die Architekten reize es beim Bau eines neuen Saals besonders, Künstlern eine "Heimat" zu geben, die es ihnen ermöglicht, sich auf die Qualität ihrer Kunst zu konzentrieren, und das Publikum neugierig zu machen. Damit könnten Konzertsäle zum musikalischen und architektonischen Zentrum in der heutigen Stadtgesellschaft werden. Das war auch Thema in einer der anschließenden Podiumsdiskussion. Der Dirigent Alexander Liebreich (Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des Nationalen Symphonieorchesters des Polnischen Rundfunks mit Sitz in Katowice) verwies dabei auf die große Bedeutung der Musikkultur in Polen, die schon darin Ausdruck findet, dass derzeit mehrere Neubauvorhaben von Konzertsälen parallel realisiert werden und in dem von ihm 2014 eröffneten neuen Saal in Katowice eine ungebrochen hohe Nachfrage beim Publikum aller Alterklassen vorherrsche.

Der Deutsche Orchestertag findet seit 2003 jährlich statt. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch auf breiter Ebene zu pflegen und die Interessen der deutschen Kulturorchester zu artikulieren.

Die SINFONIMA-Mitarbeiter danken den Organisatoren und allen Involvierten des Deutschen Orchestertags für das reibungslose Gelingen, sowie die spannenden und regen Diskussionen während des gesamten SINFONIMA Akademie Tages. Das Ziel, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen, zu geben und gleichzeitig zu bekommen, wurde verstanden und sehr gut umgesetzt. Vielen Dank dafür, dass wir herzlich willkommen geheißen wurden! Die Ergebnisse der fünf Roundtables werden, wie versprochen, zeitnah an die Teilnehmer verschickt.

Weitere Informationen unter www.deutscher-orchestertag.de.