22 Jahre SINFONIMA® -Stiftung der Mannheimer Versicherung AG

SINFONIMA®-Konzert

Mit einer würdevollen Veranstaltung im Kammersaal des Gewandhauses zu Leipzig fand am 18. April 2013 die Bekanntgabe der neuen Stipendiaten der Stiftung statt.

Das Vorstandsmitglied der SINFONIMA®-Stiftung Dr. Lothar Stöckbauer, stellte den geladenen Gästen den Grundgedanken und die Zielsetzung der 1991 gegründeten SINFONIMA®-Stiftung vor.

Acht, in den letzten drei Jahrhunderten entstandene, Violinen aus berühmten europäischen Meisterwerkstätten konnten von  Dr. Stöckbauer an die, von einer hochkarätigen Jury ausgewählten Instrumentalisten übergeben werden:

an Florian Illescu  eine Violine von Laurent Bourlier (Mirecourt, ca. 1820) mit Steiner-Bogen, an Victoria Margasyuk ein Instrument von Vincenco Trusiano Panormo (Palermo, 1784) mit Lamy-Bogen, an Sul Min-Kyung eine Nicola Amati-Geige (Bologna, ca. 1720) mit Nikolas de Laune-Bogen, an Karlis Norde eine Violine von Ivano Conti (Cremona 1996) mit Paulus-Bogen, an Clara Plößner ein Instrument aus der Werkstatt Bapt. Rog. Bon Nicolai Amati (Cremona 1678) mit A. Vigneron à Paris-Bogen, an Aleksandra Szurgot eine Bertoni-Violine aus Vendig um 1759 , an Hed Yaron-Mayersohn ein Pariser Instrument von 1815 aus dem Hause N.Lupot sowie an Ami Yumoto eine Vinc. Ruggieri – Geige, 1710 in Cremona gebaut.

Die acht jungen Geiger und Geigerinnen, alle bereits  bei internationalen Wettbewerben mit Auszeichnungen und Konzertpreisen versehen, nahmen mit Respekt und Freude ihre Leihinstrumente entgegen. Auf eine musikalische Hörprobe mussten die Zuhörer allerdings noch verzichten, man darf sich aber darauf freuen, wenn sich die Musiker auf ihren Violinen eingespielt haben.

Das Konzert des Abends wurde von den Stipendiaten des Vorjahres bestritten, die mit vier Violoncelli ein abwechslungsreiches Programm gestalteten.

Werner Schmitt, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der SINFONIMA®-Stiftung, selbst Cellist und ehemaliger Direktor der Musikschule des Berner Konservatoriums, moderierte den musikalischen Teil des Abends mit der Vorstellung der Cello-Stipendiaten und wissenswerte Erläuterungen zu den Werken und deren Komponisten aus vier Jahrhunderten: von John Dowland, über Johann Seb. Bach und Benjamin Britten zu Enrico Meinardi, Györgi Ligeti, Ahmed Adnan Saygun bis zu Julius Klengel. Der Wechsel zwischen Quartett und Solo war nicht nur klanglich abwechslungsreich, sondern ließ in den Solowerken den spezifischen Klang jedes einzelnen Instruments zur Geltung kommen (Celli von Meisterwerkstätten aus Paris 1860, Leipzig 1898, Livorno 1783 und Markneukirchen 2001).

Das Schlusswort des Vorstandsmitglieds der Mannheimer Versicherung AG Dr. Marcus Kremer mit den besten Wünschen für die Erfolge und die Karriere  der Stipendiaten ließ den Abend, nicht ohne den obligatorischen kulinarischen Imbiss, der zu persönlichen Gesprächen einlud,  ausklingen.

Ein anregender, musikalisch niveauvoller Abend im Leipziger Gewandhaus, der zeigt, dass es in unserer kulturell so sparsam bestellten Welt noch glänzende Vorbilder und Lichtblicke gibt.

Adelheid Krause-Pichler

Adelheid Krause-Pichler

Präsidiumsmitglied des
Deutschen Tonkünstlerverbandes (DTKV) und
Mitglied im Bundesfachausschuss
Musikberufe des deutschen Musikrats