Von Bögen, Paten und Bürgermeister - Rückblick SINFONIMA CUVÉE DARLING

Foto | Bildrechte: Mannheimer Versicherung AG

Instrumenten und Bögen zeitgenössischer, nationaler und internationaler Bogenmacher und Instrumentenbauer anspielen, hören und erwerben. Das konnten die Besucher der SINFONIMA CUVÉE DARLING live vor Ort. 


Pressemitteilung

Instrumente und Bögen zeitgenössischer, nationaler und internationaler Bogenmacher und Instrumentenbauer anspielen, hören und erwerben – das war Kern der exklusiven Ausstellung SINFONIMA CUVÉE DARLING 2018.
Gemeinsam mit Dr. Andy Lim von Darling Publications lud die Mannheimer Versicherung AG mit der Marke SINFONIMA® zum zweiten Mal zu der Veranstaltung in Frankfurt ein.

Im Rahmen der Veranstaltung im SAALBAU Gutleut gab es mehrere Schwerpunkte:

  • Bogenauktion
  • Bogenpatenschaft
  • Übergabe zweier Bogen an die SINFONIMA-Stiftung
  • Klangprobe einer Stipendiatin der SINFONIMA-Stiftung
  • Sonderausstellungen
  • Kurzfilm

Bogenauktion
19 hochwertige restaurierte Violinen- ,Viola-, Cello und Kontrabassbögen konnten während der Ausstellung begutachtet, vor Ort angespielt und anschließend ersteigert werden. Das höchste Gebot gewann. Drei der Bogen wurden vor Ort versteigert.

Bogenpatenschaft
Wie im letzten Jahr gab es auch in diesem Jahr zwei sogenannte "Bogenpaten". Die beiden SINFONIMA-spezialisierten Vermittler der Mannheimer Versicherung (Angelika Luef und Wolfgang Rössler) erwarben je einen Viola-Bogen eines Bogenmachermeisters.

  • Angelika Luef von der Bezirksdirektion Thomas Luef e.K erwarb einen Bogen von Christophe Collinet, München.
  • Wolfgang Rössler, Agenturinhaber der Generalagentur Wolfgang Rössler erwarb einen Bogen von Rüdiger Pfau, Plauen.


Übergabe zweier Bogen an die SINFONIMA-Stiftung

Die beiden Violabogen wurden vor Ort im Rahmen der SINFONIMA CUVÉE DARLING an die SINFONIMA-Stiftung der Mannheimer Versicherung übergeben. Planmäßig wird Dr. Lim diese an junge Musiker aus Orchesternakademien vergeben.


Sonderausstellungen

Die Bogenbaumeister Josef P. Gabriel (Erlangen) und Mathias Wohlleber (Berlin) organisierten und kuratierten gemeinsam mit Andy Lim zwei Sonderausstellungen. Gemeinsam mit dem Bogenbaumeister Klaus Grünke (Langensendelbach) beantworteten diese drei Experten für deutsche historische Bögen Gabriel, Grünke und Wohlleber, vor Ort alle Fragen der Interessenten. Gezeigt wurden

  • französische Bögen (Violine, Viola und Cello) von Dominique, François und Charles Peccatte, darunter u.a. der älteste bekannte Peccatte Bogen, gebaut ca. 1830
  • deutsche Bögen mit seltenen Stempeln z.B. Emil Pfretzschner (1930-1940), A. MAX JACOB (1875-1955) oder MAX. K. SCHUSTER (1887-1960)

Andy Lim und Siegfried Rivinius kuratierten die Kinderbogen Ausstellung

  • Kinder Violin- und Cellobögen aus dem 19. und 21. Jahrhundert u.a. von Emile Auguste Ouchard, Dominique Peccatte oder Albert NÜRNBERGER


Schließlich den von Andy Lim bestellten B. P. FRITSCH NEHR Kontrabassbogen:

  • „besonderer Kontrabassbogen“ (Weltpremiere) eine Gemeinschaftsarbeit von Boris Fritsch und Pierre Nehr, beide aus Paris

 

Besonderheiten

  • Neben zahlreichen Besuchern aller Altersstufen – darunter Musikstudierende, Hobby- und Berufsmusiker– und über 30 ausstellende (inter-)nationale Geigenbauer und Bogenmachermeister stach wohl ein Besucher etwas mehr hervor: Norbert Stumpf.
  • Stumpf ist Bürgermeister von Bubenreuth und besuchte sowohl aus privatem Interesse als auch aus seiner Funktion als Bürgermeister heraus die Ausstellung. Als geborener Bubenreuther identifiziert er sich sehr mit dem ansässigen Instrumentenbau und unterstützt das Handwerk, soweit er kann, "weil es Bubenreuth zu dem gemacht hat, was es heute ist und wie es weltweit bekannt wurde."
  • Historisch gesehen, galt Bubenreuth als das Zentrum des fränkischen Streich- und Zupfinstrumentenbaus. Auch wenn sich die Zahl der aktuell ansässigen Instrumenten- bzw. Bogenmacher(meister) sehr dezimiert hat, nimmt dieses Handwerk im Ort noch immer eine bedeutende Rolle ein. Auch mehrere Austeller der SINFONIMA CUVÉE DARLING nennen Franken ihre Heimat: Rudolf Neudörfer (Bubenreuth), Andreas Haensel (Erlangen), Thomas, Klaus und Richard Grünke (Langensendelbach) und Josef P. Gabriel (Erlangen) stellten ihre handgefertigten Bogen bzw. Instrumente zum zweiten Mal im Rahmen des Veranstaltungsformats aus.
  • Zusätzlich fand dieses Jahr erstmals eine öffentliche Klangprobe statt. Marit Neuhaus, eine der StipendiatInnen der SINFONIMA-Stiftung aus 2017, brachte ihr aktuelles Leihinstrument der SINFONIMA-Stiftung mit (Bapt. Rogerius Bon Nicolai Amati, Cremona, 1678). Vor Ort spielte sie nacheinander auf der Rogerius-Violine als auch auf Instrumenten der anwesenden Geigenbauer. Ein spannender Vergleich ohne Wertung, bei dem es rein um individuelle Höreindrücke ging.
  • Das Veranstaltungsformat SINFONIMA CUVÉE DARLING zwischen dem Versicherer und Kooperationspartner Dr. Lim verfolgt mehrere Ziele: Zum einen soll dadurch einer breiten Öffentlichkeit der Zugang zu besonderen Instrumenten, Bogen und den Menschen, die sie – teils eigens für diese Ausstellung – gefertigt haben, ermöglicht werden.
  • Ein zweiter Fokus liegt auf der Förderung, Vernetzung und Zusammenarbeit mit der Instrumenten- und Bogenbauerbranche.
  • Die SINFONIMA CUVÉE DARLING fand parallel zur Musikmesse in Frankfurt statt, auch dort war SINFONIMA vor Ort.