Neue Preisträger des SINFONIMA-Wettbewerbs 2016

Foto oben: Andrey Murza
Weitere Bilder: Mannheimer Versicherung AG


Wahrlich festlich ging es auf der Wartburg in Eisenach zu! Im Rahmen des SINFONIMA-Konzerts haben am 12. April vier von fünf Preisträgern ihr Leihcello der SINFONIMA-Stiftung persönlich überreicht bekommen. SINFONIMA gratuliert den Preisträgern sehr herzlich und wünscht ihnen, dass das Instrument sie in der individuellen Weiterentwicklung unterstützt!

Die SINFONIMA-Stiftung beglückwünscht ihre neuen Preisträger

Kristina Chalmovska
Cello: Ekkard Seidl, Markneukirchen, 2001 (Guarneri-Modell)

Nach ihrem abgeschlossenen Bachelorstudium in London am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance, studiert sie derzeit für ihren Masterabschluss an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie spielt in verschiedenen Kammermusik- und Barockensembles und hat in den vergangenen Jahren mehrere Wettbewerbe gewonnen, darunter die Vivian Joseph Classical Concerto Competition, das London Symphony Orchestra Discovery String Scheme oder auch den Deloitte Talent Award.

Timothy Hopkins (leider verhindert)
Cello: Nicolas Vuillaume, ca 1860 mit Alfred Knoll-Bogen

Timothy studiert im 5. Semester an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig im Fach Violoncello bei Prof. Peter Bruns. Er arbeitet auf eine solistische Laufbahn als Konzertcellist hin. Trotz seiner solistischen Ambitionen ist er aber auch als Kammermusiker sehr aktiv. So spielt er momentan u.a. in zwei festen Ensembles, dem Lipsia Quartett  und dem Trouvaille Trio. Zuletzt hat er gemeinsam mit zwei Kammermusikpartnerinnen das Tripelkonzert von Beethoven mit dem Göttinger Sinfonieorchester aufgeführt. Sein nächstes Ziel ist eine Teilnahme am Deutschen Musikwettbewerb in Stuttgart.

Alexander Kovalev
Cello: Giovanni & Francesco Grancino, Mailand, 1660-1670

Alexander hat bereits an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen. Mehrfach hat er die Wettbewerbe für sich entschieden und wurde bereits durch Stipendien gefördert. Durch diese Erfahrung weiß er bereits, dass ein wirklich gutes Instrument ihm technisch und künstlerisch ganz neue Möglichkeiten schaffen kann. Alexander ist ein leidenschaftlicher und aktiver Kammermusiker, der sein Bachelorstudium an der Robert Schumann Hochschule für Musik Düsseldorf mit Auszeichnung abschloss. Seit 2014 studiert er an der Hanns Eisler Hochschule für Musik und arbeitet auf seinen baldigen Masterabschluss hin.

Elif Bugu Ünlüsoy
Cello: Onorato Gragnani, Livorno, 1783 (Violoncello) mit Reinhard Ulrich-Bogen

Elif nimmt seit 2009 jedes Jahr erfolgreich an internationalen Musikwettbewerben teil. Drei Mal hat sie bereits den 2. Preis gewonnen, sogar mehrere Spezial Preise. Zuletzt gewann sie 2015 den 2. Preis beim Aziz Gürerk Cello Wettbewerb in der Türkei. 2014 den "B. Kempen" Wettbewerb für Solostreicher. Das klanglich hochwertigere Onorato Gragnani Violoncello wird der herausragenden Bachelor Studentin im Fach Violoncello an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, hoffentlich zukünftig zu Teilnahmen an größeren Internationalen Wettbewerben und  zu ersten Preisen verhelfen. 

Larissa Nagel
Cello: Franz Johann Glass, Leipzig, 1898 (ehem. Palm-Cello)

Larissa studiert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Sie verfügt über viel Orchestererfahrung, u.a. bei der Kammerphilharmonie Frankfurt und der Jungen Deutschen Philharmonie. Ihr besonderes Interesse liegt im interkulturellen Austausch, sodass sie mit Orchestern und ihren Ensembles "Cellharmonics" und "One Earth" regelmäßig bei Festivals, Kursen und Tourneen in Südamerika, Asien und Europa konzertiert. Larissa spielt in unterschiedlichen Besetzungen Kammermusik aus allen Epochen, u.a. zeitgenössische Musik, Jazz und Rock/Pop, ist aber auch versiert im Solospiel.

Die SINFONIMA®-Stiftung

Unsere Initiative zur Förderung junger Musiker. Sind Sie dabei?

Als Marktführer für Versicherungsschutz rund um die Musik engagieren wir uns auch kulturell. Wir unterstützen junge Nachwuchsmusiker, die am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen.

1991 haben wir die SINFONIMA-Stiftung ins Leben gerufen, die vielversprechende Musikerinnen oder Musiker mit einem hochwertigen Streichinstrument unterstützt. Statt Einzelprojekte zu finanzieren, haben wir uns dazu entschieden, junge Talente langfristig und sinnvoll zu begleiten. Im Vorstand der Stiftung agieren Dr. Lothar Stöckbauer und Bernd Hammer. Beide sind begeisterte Liebhaber der Musik und stehen mit vollem Engagement hinter der Stiftung und „ihren“ Stipendiaten.

Die SINFONIMA-Stiftung verleiht abwechselnd für einen Zeitraum von zwei Jahren Geigen, Bratschen und Celli. In diesem Jahr werden im Rahmen des Wettbewerbs Meister-Celli ausgeschrieben.

Hierfür schreiben wir jedes Jahr den SINFONIMA-Wettbewerb aus und freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung. Sollten Sie in die nähere Auswahl kommen, laden wir Sie zu einem Vorspiel nach Mannheim ein. Die Jury entscheidet dabei, welche Bewerber ein Instrument erhalten.

Die diesjährige Bewerbungsphase ist abgelaufen, unsere Preisträger 2016 sind gefunden! Bewerbungsschluss: Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 29. Januar. Sollten nach dem 29. Januar 2016 Bewerbungen eingehen, können diese nach Prüfung im Einzelfall berücksichtigt werden.Als Vorspielstücke sind vorzubereiten:

Beethoven: Sonate A-Dur, op. 69, 1. Satz
Ein Stück für Violoncello solo nach WahlVorspieltermin: Das Vorspiel findet am 04. März 2016 in der Musikhochschule Mannheim statt.

Hier finden Sie weitere Informationen über die SINFONIMA-Stiftung.

Instrumente

Die Instrumente der SINFONIMA-Stiftung




Die Leihgeberin der Nicolas Lupot Geige sowie die Preisträgerin, die derzeit auf der Lupot spielt, stellen wir hier vor.

Derzeit verfügt die SINFONIMA-Stiftung über zehn Meistergeigen, drei Bratschen und vier Celli. Instrumente, die der Stiftung zum Teil als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt wurden.

Die Instrumente und ihre Meister:
Die Geigen
  • Bapt. Rogerius Bon Nicolai Amati, Cremona, 1678
  • Georg Winterling, Hamburg, 1909
  • Dom Nicola Amati, Bologna, ca. 1720
  • Francois Gaviniés, Paris, 1756
  • Lazarus Bertoni, Vernedig, 1759
  • Vincenzo Trusiano Panormo, Palermo / Monreale, 1784
  • Vincenzo Trusiano Panormo, Palermo / Monreale, 1790
  • Nicolas Lupot, Paris, ca. 1815
  • Laurent Bourlier, Mirecourt, ca. 1820
  • Ivano Conti, Bern/Cremona 1996

Die Bratschen
  • Gentges u. Scheit, Berlin, 1995
  • Gentges u. Scheit, Berlin, 1996
  • Gentges u. Scheit, Berlin, 2009
Die Celli
  • Onorato Gragnani, Livorno, 1783
  • Nicolas Vuillaume, Paris, ca. 1860
  • Franz Johann Glass, Leipzig, 1898
  • Ekkard Seidl, Markneukirchen, 2001 (Guarneri-Modell)
  • Giovanni & Francesco Grancino, Mailand, 1660-1670







Die Jury / Das Kuratorium

Neben dem Vorstand ist das Kuratorium das zweite Organ der Stiftung. Es ist neben weiteren satzungsgemäßen Aufgaben für die Genehmigung der Jahresrechnung zuständig. Vergleichen lässt sich somit die Funktion des Kuratoriums mit der eines Aufsichtsrats. Das Kuratorium besteht aus acht Personen und steht unter der Leitung von Prof. Saschko Gawriloff.

Daneben bildet das Kuratorium die Jury für die Auswahlwettbewerbe. Einerseits geht es darum, angemessene Vorspielstücke mit passendem Schwierigkeitsgrad auswählen, andererseits muss das Können der Bewerber genau eingeschätzt werden. Denn in der anschließenden Verleihung wählt das Kuratorium das Musikinstrument aus, mit dem der Gewinner in seiner Entwicklung einen Schritt nach vorne kommen und dadurch die Weichen für seine musikalische Laufbahn stellen soll. Diese Aufgaben sind sehr komplex. Das Kuratorium der Stiftung besteht deshalb aus hochkarätigen Experten mit unterschiedlichen musikalischen Schwerpunkten.

Professor Saschko Gawriloff (Vorsitzender)

Prof. Saschko Gawriloff wurde bereits im Alter von 18 Jahren erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker. 1961 übernahm er eine Professur in Detmold. Von 1982 bis 1996 lehrte er an der Musikhochschule Köln, an der er heute noch als Professor im Ruhestand unterrichtet. Prof. Saschko Gawriloff ist Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe, ausgedehnte Konzertreisen mit den bedeutendsten Dirigenten führten ihn in alle Welt.

Werner Schmitt (stellvertretender Vorsitzender)

Werner Schmitt studierte an der Musikhochschule in Köln in der Cello−Meisterklasse von Professor Siegfried Palm und war anschließend als Cellist bis 1988 Mitglied des Berner Symphonieorchesters und des Festspielorchesters Luzern. Während weiterer 20 Jahre war Werner Schmitt bis zu seiner Pensionierung 2009 als Direktor am Konservatorium Bern tätig. Gemeinsam mit Yehudi Menuhin entwickelte er das künstlerische Bildungsprogramm für Schulen MUS−E, welches heute in 12 europäischen Ländern von der International Yehudi Menuhin Foundation in Brüssel, deren Vizepräsident er ist, betreut wird und die Bedeutung der Künste in der Bildung nachweist.

Professor Wolfgang Meyer

Prof. Wolfgang Meyer erhielt 1979 einen Lehrauftrag an der Musikhochschule in Karlsruhe und ist seit 1989 dort Professor für Klarinette. Als Rektor leitete er die Musikhochschule Karlsruhe von 2001 bis 2007.

Professorin Dr. h.c. Fany Solter

Prof. Fany Solter war von 1972 bis 1976 Dozentin an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau, 1976 Berufung als Professorin für Klavier und Klavierkammermusik an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe; 1984 bis 2001 war sie hier als Rektorin tätig.

Professor Werner Stiefel

Generalmusikdirektor Professor Werner Stiefel war seit 1981 ein Vierteljahrhundert Chefdirigent der Baden-Badener Philharmonie; außerdem war er künstlerischer Leiter der Internationalen Baden-Badener Meisterkurse "Carl-Flesch-Akademie". 1989 erhielt Werner Stiefel eine Professur für das Lehrfach Dirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe.

Professor Manfred Trojahn

Prof. Manfred Trojahn studierte Orchestermusik in Braunschweig und Komposition in Hamburg bei Diether de la Motte und wurde 1991 als Professor für Komposition an die Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf berufen. Als Dirigent arbeitete er unter anderem mit dem Ensemble Modern und der Staatskapelle Dresden. Prof. Trojhan ist seit 1993 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Bernhard Wallerius

Bernhard Wallerius studierte Schulmusik, Geschichte, Musikwissenschaft und Philosophie. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Saarbrücken und anschließend Studienrat am Gymnasium, wo er einen Gymnasialzweig mit musikalischem Schwerpunkt einrichtete. Daneben war er freier Mitarbeiter bei verschiedenen Rundfunkanstalten. Von 1990 bis 2014 war Bernhard Wallerius Musikredakteur beim Westdeutschen Rundfunk mit den Schwerpunkten Kammermusik und Nachwuchsförderung.

Professorin Karin Wolf

Nach vorangegangenen Studien der Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik absolvierte Frau Professor Karin Wolf eine solistische Ausbildung in den Fächern Violine und Bratsche. Sie tritt als Solistin auf und ist Gast bei Kammermusikfestivals in Europa, Asien, Afrika und den USA. Seit 1985 ist sie Bratschistin des von ihr mitbegründeten Verdi-Quartetts. Karin Wolf ist Professorin für Bratsche und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Seit 2006 ist sie die Vorsitzende der Deutschen Viola-Gesellschaft

Wegbeschreibung

Das Vorspielen findet in der Musikhochschule Mannheim statt.

Vom Hauptbahnhof Mannheim ca. 5-10 Minuten:

Vom Hauptbahnhof gehen geradeaus in Richtung Stadtmitte (bitte links halten). Dann durch die Fußgängerunterführung oder den Fußgängerübergang an der Ampel am Bahnhofsvorplatz / am Ende der verkehrsberuhigten Zone auf der linken Seite. Nachdem man die Unterführung wieder verlassen hat, geht man geradeaus und biegt in die zweite Straße links ein. Nach ca. 80 Metern erreichet man die Musikhochschule auf der rechten Straßenseite. Der Neubau der Hochschule ist im gleichen Gebäude wie das Kino CinemaxX. Den Eingang erreicht man, indem man am Kino vorbeigeht und rechts in den Hof einbiegt. Der Altbau der Hochschule (das ehemalige Siemenshaus) ist das nächste Gebäude, ebenfalls auf der rechten Seite.

Mit dem Auto:

Vom Autobahnkreuz Mannheim auf die A 656 Richtung Mannheim. Am Ende der Autobahn an der Ampel weiter geradeaus, bis man nach ca. 1 km vor sich den Wasserturm sieht. Die Straße macht nun eine leichte Rechtskurve. An der nächsten Kreuzung, direkt am Wasserturm, biegt man links ab und nimmt danach die nächstmögliche Abbiegung nach rechts. Parken kann man im Parkhaus des Kino CinemaxX. Der Neubau der Hochschule ist im gleichen Gebäude wie das Kino CinemaxX. Den Eingang erreichen man, indem man am Kino vorbeigeht und rechts in den Hof einbiegt. Der Altbau der Hochschule (das ehemalige Siemenshaus) ist das nächste Gebäude, ebenfalls auf der rechten Seite.